Kaum ein Tourist besucht die Insel, ohne einmal an einem der schönen Strände Mallorcas spazieren zu gehen, das tiefblaue Meer zu Füssen und reine Seeluft in den Lungen.

Das Angebot ist breit und vielfältig: An den 550 Kilometern Küste gibt es 340 Strände, von kleiner Steinbucht hin zu langem Sandstrand, einsame Calas, die erwandert werden müssen und touristisch perfekt erschlossene Badeparadiese. Wir stellen Ihnen die schönsten Strände auf Mallorca vor und verraten, warum unser Mittelmeerwasser so tiefblau ist.

Cala, Playa oder Bahia?

Allen 3 Bezeichnungen begegnet man auf Mallorca auf der Suche nach dem perfekten Strand. Es macht Sinn zu wissen, wie sich Playa, Cala und Bahia unterscheiden.

„Cala“ heisst wörtlich übersetzt „Bucht“, benennt einen kleinen Meerzugang mit Sand- oder Kiesstrand. Vor allem die Ostküste Mallorcas ist überzogen mit Calas, kleinen Buchten, die häufig von schattigen Pinienwäldern umgeben sind. An der Westküste Mallorcas findet man viele steinige Calas, einige nur über schwindelerregende Wanderwege zu erreichen. Hier findet man aber auch noch – zumindest in der Nebensaison – die so oft gesuchte „Einsame Bucht“. Beachten sollte man, dass vor allem die kleinen, nicht öffentlich als Badebucht ausgeschriebenen Buchten, nicht bewacht sind (Rettungsschwimmer) und abgelegene Buchten weder Restaurants noch Sonnenschirme bieten.

Als „Bahia“, ebenfalls wörtlich übersetzt „Bucht“, bezeichnen die Spanier geografisch die kilometerlangen Meeres-Buchten wie die von Palma, Alcudia und Pollensa.

„Playa“ oder kalananisch „Platja“ sind lange Sandstrände. Sie findet man vor allem im Norden Mallorcas. Im Süden ist der bekannte Sandstrand „Es Trenc“ der Inbegriff von Karibiktraum. Es Trenc steht unter Naturschutz, die Dünen laufen in Pinienwald über, es gibt kaum Bebauung und einige coole Bars laden zum Sundowner ein.

Warum ist das Mittelmeer um Mallorca so blau?

Was nützt der schönste Strand, wenn das Wasser nicht traumhaft türkis ist?
Mittelmeer ist nicht gleich Mittelmeer. Und gerade auf Mallorca fallen die vielen Blauschattierungen auf. Das Wasser rund um die Insel ist besonders klar und transparent, der helle Sand steht im Kontrast zu dunklen Flächen aus Meeresgras und Felsen.
Das kristallklare Wasser verdanken wir dem Poseidonsgras, auch grüner Schatz am Meeresgrund genannt, der reichlich im Meer vor den Balearen vorkommt.
Die unter Naturschutz stehenden Neptungraswiesen und Algen filtern das Wasser, sind so extrem wichtig für das Ökosystem Meer.

„Posidonia oceanica“, wie der lateinische Name lautet, wird aber vor allem von Touristen als lästig und stinkend empfunden, wenn die abgestorbenen braunen Pflanzenteile an den Strand gespült werden. Auch Yachtbesitzer sind oft rücksichtslos und ankern in den Seegraswiesen. Um das zu verhindern, wurden an vielen Stränden und Buchten auf Mallorca bereits Ankertonnen und -bojen am Meeresgrund verankert, an denen Boote festmachen können. Denn wir brauchen das Seegras mit seiner Photosynthese, um das Wasser zu säubern und Fische nutzen die Seegraswiesen als Rückzugsort. Ausserdem spielt das Seegras eine wichtige Rolle beim Schutz der Strände: Es bremst Wellen, die den Sand wegschwemmen. Und die abgeworfenen Blätter, die angespült werden, wirken etwa bei Stürmen der Erosion entgegen und dienen Krusten- sowie Schalentieren als Nahrung.

Während Algen überall auf der Welt vorkommen, sind das Mittelmeer und besonders die Balearen neben Australien das Eldorado der Posidonia oceanica – hier wachsen sie auch in 40 Metern Tiefe, wenn das Wasser klar genug ist, damit sie Photosynthese betreiben können.

Kurios: Seegras wächst sehr langsam und kann alt werden. Bei Formentera wurde Seegras entdeckt, das 100.000 Jahre alt ist.

Die schönsten Strände auf Mallorca

Es ist nicht ganz einfach, nur einen Strand als den schönsten zu küren. Hier gehen vor allem die Meinungen von Touristen und Einheimischen auseinander. Während Mallorquiner bevorzugt mit Kühltasche, Klappstuhl und Grossfamilie an den Strand gehen und kaum Infrastruktur benötigen, schätzt der Tourist die Bar für den Sundowner, Liegestuhlverleih und Wasserspass. Was aber für alle zählt sind kristallklares Wasser und heller Sand.

Die Top Ten Strände auf Mallorca des Reiseportals Trivago

In einer aktuellen Umfrage des Reiseportals Trivago.es wurden die Strände auf Mallorca zu den zehn beliebtesten in ganz Spanien gewählt. In den Top-Ten finden sich die Platja de Muro im Norden Mallorcas, gefolgt vom Strand von Cala Millor an der Ostküste, Colònia de Sant Jordi im Süden und die Playa von Port d’Alcúdia, ebenfalls im Norden.

Der schönste Strand auf Mallorca der Ryanairgäste

Ryanair hat in seinem aktuellen Blog „Into the Blue“ den Strand Caló des Moro im Südosten Mallorcas zu einem der zehn europäischen Strände gekürt, die der Copacabana in Brasilien Konkurrenz machen können. Die Aussage: Sie müssen nicht den Äquator überqueren, um Traumstrände zu finden. Der kleine Strand auf Mallorca ist nur 40 Meter breit und überzeugt mit feinem Sand, kristallklarem Wasser und exzellenten Möglichkeiten zum Tauchen und Schnorcheln. Der anstrengende Weg zur Playa ist die Mühe wert.

Unsere Empfehlungen – Die besten Strände und Buchten auf Mallorca

Der Nordosten kann mit besonders naturbelassenen Buchten und Stränden aufbieten. Von der Cala Agulla in Cala Ratjada, ein langer Sandstrand mit Infrastruktur und Pinienwald, führt ein schattiger und lohnenswerter Wanderweg zur Cala Mesquida, die auch per Auto zu erreichen ist. Die Cala Mesquida ist nur wenig bebaut, hohe Sanddünen reichen bis zu 1 Kilometer ins Land und die Farbe des Wassers erinnert an einen Karibikstrand.

Die Westküste ist beeindruckend, rau und wild. Nur wenige kleine Buchten finden an der Steilküste Platz. Die sind aber umso romantischer. Vor allem die Cala Deia wird gerne als Filmkulisse benutzt. Die Bucht, die bequem von Deia über einen Wanderweg oder per Auto erreichbar ist (Parkplätze sind vorhanden), bietet einige Ferienhäuser, einen Steinstrand und ein wild-romantisches Restaurant, das an Robinson Crusoe erinnert. Das Restaurant ist lediglich im Sommer geöffnet.
Ebenfalls an der Westküste sind die Buchten von Estellencs und Port de Canonge einen Besuch wert. Hier ankern kleine Fischerboote im tiefblauen Wasser, ein Steinstrand führt ins Meer und einfache, aber dafür umso landestypischere Strandrestaurants laden zum Essen ein.

Im Norden befinden sich nicht nur die gekürten besten Strände auf Mallorca, sondern auch kleine Buchen, die einen Badestopp wert sind. Die Cala San Vincente zählt dazu und schon die Anfahrt ist ausgesprochen spektakulär, denn der Blick reicht weit über die steile Nordküste aufs Meer. Cala San Vicente ist ein traditioneller Fischerort, der Zugeständnisse an den Tourismus machte, trotzdem aber seinen alten Charme bewahrt hat.

Und noch einen Geheimtipp haben wir für alle, die eine „einsame Bucht“ suchen. Sie mag war nicht ganz einsam sein, aber aufgrund ihrer Lage zumindest nie überfüllt: Die Bucht auf der Insel Dragonera, einfach vom Castell Son Claret zu erreichen. Mit dem Auto geht es nach Sant Elm, einem romantischen Fischerdorf, das sich seinen Charme erhalten hat.
Von Sant Elm verkehren mehrmals täglich Verbindungen (ausgenommen im Winter) mit einem kleinen Boot zu der vorgelagerten Insel, die unter Naturschutz steht. Auf Dragonera gibt es praktisch nichts ausser 3 Leuchttürmen, Wanderwegen, Eidechsen, den kleinen Hafen und viel Ruhe. Nehmen Sie sich ein Picknick mit!

Castell Son Claret wünscht einen entspannten Tag an einem der schönsten Strände auf Mallorca!

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